Das Tabakskollegium Berlin

Berliner Tabakskollegium in Wriezen

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Das Internationale Pfeifenturnier in Wriezen am 03.Mai 2003 -- 
unser erstes Turnier, und wir alle schon unter den Top-Twenty !

 


Michael und Bernd

Harald und Nils

Präsident Rogalski mit Nils

Totalpipenfreak mit Klotrick...

Ja, Harald, stopfen will gelernt sein...

jetzt wird gerubbelt...

volle Konzentration bei der Vorbereitung der Pipe

schon beim Wettkampf, Mr. President !

auch Damen, ganz konzentriert !!

ganz der Aufgabe gewidmet..

Feuerlöscher immer bereit - vier Heißraucher..

fast gewonnen, schneller drehen !!

der spätere Sieger Miroslaw W.

Gerzy Grodek kührt den Sieger mit Pokal

Siegerehrung Bernd Enke

Siegerehrung Micha Glöss

jetzt die TOP TEN -- Harald Krekeler

unser Siegergeschenk - 6-Stunden-Pipe

Das war´s nun - end of story

Danke, Erik ! Gute Fotos, guter Film !

So gegen 9.00 Uhr starteten wir aus Berlin und Umgebung zum Marktplatz von Wriezen, wo wir ( Micha Glöss, Bernd Enke, Nils Thomsen, Harald Krekeler , Jörg konnte nicht wegen kranker Frau, Reimar saß auf´m Klo (Darmgrippe) und Nic der Schlawiner ist nach eigenen Angaben plötzlich ein Schnellraucher...) nach ca. 70 km Fahrt wohlbehalten ankamen. 
Uns erwarteten dort auf dem Festplatz schon etwa 100-150 Gäste, die zum Teil von weit her angereist waren. Sogleich wurden wir sehr kompetent von Jerzy Grodek empfangen, der uns auch sofort den Regelkatalog (mit ca. 47 Artikeln) sowie gute Wünsche, Platzkarte und Promianstecknamensschild übergab, so daß wir jetzt wie die Stewards oder Presseleute dort herumliefen. Jetzt, beim Lesen der Paragraphen des Katalogs, verstanden wir den Sinn der zweistündigen Vorbereitungszeit von 11-13.00 Uhr. Und beim Herumschauen sahen wir immer mehr Besucher kommen. Meine Güte, langsam wurde uns klar - gleich wird´s ernst ! 
Diese Gefühl wurde verstärkt, als sich Herr Henryk Rogalski, Präsident des Polish Pipe Club Councils, bei uns vorstellte. Und man beachte die Freak-Shirts, die getragen wurden ! 
Nun, etwas verunsichert saßen wir nun schon da, aber irgendwann wurden die Materialien bereitgestellt : Ein Blatt Papier zum Verrubbeln des Tabaks, ein Holzstopfer aus Buche, 15mm Durchmesser, ein Tütchen mit 3 g Tabak, zwei Streichhölzer incl. Reibefläche . Wegen der vielen Teilnehmer wurden die eigenen Pfeifen genutzt, die nun sehr tiefgründig kontrolliert wurden. Und dann sahen wir erstaunt, wie nach dem Signal plötzlich sich alle mit Händen wie Mühlsteine daranmachten, den Tabak auf Schnupftabakkonsistenz zu zerkleinern ( Aha, deshalb war der Name PÖSCHL vertreten :-))) ), und wir hatten unsere Kaffeemühlen vergessen ! Nun, ein Blick links, ein Blick rechts, etwas überlegen cool lächeln und extra langsam reiben - schon wurden unsere Mitstreiter nervös. DAS kannten sie nicht - diese Deutschen mit einer ARSCHRUHE !! 
Dann, nach 5 Minuten Rubbel - und Stopfzeit, krachte der Startschuß in unseren Ohren... So, und angerissen, das erste Holz - Flammen benetzten den Tabak in unseren Pipen, die Augen wurden größer und die Wangen fielen ein, wunderbare Düfte entstiegen dem Bruyere, schnell nachgestopft und dann - innerhalb einer Minute -- dann das zweite Zündholz benutzt, nun war es das Schicksal, welches uns beherrschte, denn: --GLUT AUS IST RAUS--.... Es begann eine Zeit voller Konzentration, Ruhe und den stillen Gebeten : Möge das Pfeiflein brennen und nicht verlöschen !! ( Später dann, als uns in diesem Contest klar wurde, es ist TRIAL-Zeit, änderten sich die Psalmen - möge es doch langsam brennen, noch langsamer.... ) 
Jedenfalls begannen nun die bessere Kondition und mentale Vorbereitung sowie der individuelle Trickreichtum zu greifen - kaum ist man ruhig am Rauchen, da wird man von der Seite angesprochen, und schon ist es fast ausgekühlt , das Pfeiflein, schnell gezogen, schon ist wertvoller Stoff verglüht - ein Grinsen von der Seite zeigte uns, daß der Trick aufgegangen war. Aber weit gefehlt, wir saßen nach einiger Zeit voll relaxt da und zogen sanft am Acryl, stecknadelgroße Glut im Pfeifenkopfe und von den Seiten Tabak nachgelegt, Profis eben :--)). 
Inzwischen war uns auch klargeworden, daß es hier nicht darum geht, möglichst schnell fertig zu werden, immerhin waren wir so bei 40 min angelangt, die ersten schon ausgestiegen und wir ( fast alle) noch im Rennen. Einen von uns hatte es erwischt, er sollte kurz mal ein Bierchen rübergeben zum Gegenspieler, das dauerte zu lange und die Stecknadelglut war nicht mehr rot, sondern verloschen.... Tja, die fiesen Tricks... und wir als Gäste einfach zu höflich. 
Und trickreich ging es weiter : Der Kollege im Freak-Shirt mußte plötzlich mal, und angesichts von lauter Damen als Schiedsrichterinnen blieb ja nur die Begleitung bis zur Klotür übrig --und was mussten wir später sehen ? Eine Pouch besten Tabaks in der ausgebeulten Hosentasche -- lautes Gelächter die Folge, rote Ohren, auch bei den Damen, die versicherten, alles im Griff gehabt zu haben, ja was eigentlich, doch mit drin gewesen ? :-)) Ne, ne, nichts passiert, waren ja im Grunde erschwerte Bedingungen für den Olympioniken, oder ?
Nun, so ging das dann weiter, nach und nach wurden die weißen Flaggen gehißt und die letzten verbliebenen fünf Kampfraucher lieferten sich die erbitterte Entscheidungsschlacht - da wurden die Stopfer schneller gedreht, lauter und lauter abgeklopft, die Bewegungen wurden eleganter, die Augenbrauen rutschten hoch und immer transparenter erschienen die Schwaden. Jetzt nur noch zwei im Rennen, dann - der vorletzte ging zu Boden, und dann das FINALE : noch weitere 16 Minuten 17 Sekunden glimmte zum Erstaunen aller Teilnehmer das letzte Pfeifchen, wobei der Winner tatsächlich noch weithin sichtbare Wölkchen fabrizierte - Siegerzeit : 2 h 16 min 17 sec, eine Meisterleistung , jedenfalls im Vergleich. Und was macht der Sieger als Allererstes ? Von wegen Siegertanz, nein, er steckt sich doch glatt eine Zigarette an !!
Übrigens gab´s dann noch Mittag dort, Kaffee und Kuchen, Volksfest mit Tanz und Rummel, Integrationsabend und --- etwas Regen, der aber nicht weiter störte.
Gewinner war : Miroslaw Wawrzyniak mit o.g. Zeit 2:16:17 h, dann 
Platz 9 Harald Krekeler 0:57:09, 
Platz 12 Nils Thomsen 0:50:03, 
Platz 14 Michael Glöß 0:37:35, 
Platz 17 Bernd Enke 0:19:26 (aber nur wegen des Biertricks, der gegen ihn angewandt wurde !) immerhin, alle Berliner unter den ersten Zwanzig !!
Anmerkungen : 
1. Es waren mehrere polnische Klubs samt Präsidenten und der Verband dort vertreten, die postwendend mit uns Verbindung aufnehmen werden und sich zu unseren Meetings ( Dessau z.B.) angekündigt haben. Wir sind sofort zu mehreren aktuellen lustigen Sachen nach Polen eingeladen worden, es scheint eine humorvolle Beziehung zu werden. Jedenfalls war es ein herrlicher Nachmittag voller Spaß und Gastfreundlichkeit. 
2. Das Turnierrauchen kann man lernen, wir haben den Sieger zu einem Lehrgang nach Berlin eingeladen, sozusagen als Gastprofessor, der hätte sich bald ausgeschüttet vor Lachen, kommt aber gern. Aufbau einer Berliner Turniermannschaft muß einfach as Ziel sein...
3. Ausnahmslos alle Siegerpfeifen waren relativ groß und dickwandig mit großen Durchmessern der Bohrung, um den Tabak gut mit dem relativ dicken zylindrischen Holzstopfer nachzu-schaufeln (-drehen, -schieben). Der Sieger hat immer alle Aschereste vom Stopfer abgeklopft, damit jeweils die oberste Schicht entfernt und dann zum Schluß wirklich und wahrhaftig nichts mehr an Asche in der Pfeife, sie war beim Kontrollausklopfen auf dem Blatt Papier wirklich - leer.. Seine Pfeife lag manchmal 10-20 sec auf dem Tisch, die Glut wurde ganz kurz zwischendurch durch Ziehen angefacht, der Sichtkontakt zur Glut schien wichtiger zu sein. 
4. Alle Erstplatzierten trugen irgendwelche Tarnkappen, Anstecknadeln und tranken ab und an ein Bierchen. Das müßte doch wenigstens zu machen sein ! Die Japaner haben auch einmal mit Kopien angefangen.... :-))
5. Danke an den Bürgermeister von Wriezen, an Jerzy Grodek , die lieben Küchenfrauen und anderen Organisatoren. Danke auch an Erik, der als Filmemacher und Fotograf Spitzenleistungen erbrachte.
6. Gruss an alle Teilnehmer, wir sehen uns wieder !
7. Und letztens: Die vielen Besucher wollten eigentlich zum Volksfest, Turnierraucher waren wir nur 19 .... :--)))))))))

Gruß Euer Nils


Nachsatz:

Auszug aus CIPC Regeln:
Ziel des Wettbewerbs ist es, eine Pfeife mit vorgeschriebener Tabakmenge so lange wie möglich weiterzurauchen.
-- Mindestalter 18 Jahre
-- Organisator liefer 3 Gramm Tabak, gibt 2 Monate vorher die Sorte bekannt
-- Organisator liefert die Pfeife (bruyere, klassisch,ohne Marke), gibt 2 Monate vorher die Beschreibung bekannt
-- Organisator liefert Holzstopfer 15 mm Durchmesser, 10 cm lang
-- Preisrichter mindestens 2 Stopper
-- Nummer für jeden Teilnehmer sichtbar an Kleidung
-- Jeder hat : 3g Tabak im Beutelchen, Holzstopfer, Wettbewerbspfeife, Zwei Zündhölzer, Blatt Papier , nicht mehr !
-- Füllen der Pfeife auf Signal 5 Minuten
-- Tabak darf nur wie vorgeschrieben zerbröselt werden
-- Tabak darf nicht befeuchtet werden
-- Keine Fremdkörper (Filter, Kristalle o.ä.) erlaubt
-- eine Minute zum Entzünden der Pfeife mit 1 oder 2 Zündhölzern
-- angebrannte Pfeifen sind disqualifiziert
-- Asche kann jederzeit aus der Pfeife entfernt werden
-- Getränke erst ab 10 min nach Beginn möglich
-- Blasen auf die Glut nicht erlaubt
-- Schütteln, Klopfen der Pfeife verboten
-- Stopfer nur mit Pfeife im Mund gebrauchen
-- Sieger ist, wer am längsten geraucht hat
-- Mannschaften min. 3, max. 5 Mitglieder, Summe der 3 besten Zeiten entscheidet
-- Entscheidungen durch Schiedsrichter

Video auf www.nils-thomsen-pipes.de ((HP linksunten --> ( Kurzvideos) --> Video Wriezen))

Siehe auch: www.rpkf.art.pl


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