Das Tabakskollegium Berlin

1. Berliner Pipe-Show

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Presseinfo

Tausende Pfeifen - neue und gebrauchte, mit und ohne Filter, helle und dunkle, glatte und rustizierte, gerade und gebogene, aus Bruyere und aus Meerschaum, lange und kurze, klassische und mit extravagantem Design... Tabake, Pfeifenstopfer und -reiniger, Filter und Kristalle, Pfeifentaschen und -feuerzeuge, Zigarren und Humidore... Pfeifenraucher und -sammler, Pfeifenmacher aus Hamburg, Berlin und aus Kolding in Dänemark, Händler und Firmenvertreter trafen sich am Wochenende zur 1. Berliner Pipeshow im UFA-Palast am Treptower Park.

Im Kinofoyer arbeiteten Pfeifenmacher an Bruyereknollen, gestalteten neue Pfeifen oder schleiften und polierten speziell geformte Mundstücke. Händler präsentierten Teile ihrer Kollektionen. Aus einer beeindruckenden Sammlung gebrauchter und aufgearbeiteter Pfeifen wurden alte und seltene Schätze geborgen. Eine Künstlerin präsentierte ihre Arbeiten zu den Themen "Pfeife" und "Rauchen". An den kleinen Tischen der Backstube saßen große Runden mit Besuchern und es rauchten die Pfeifen und die Köpfe, es wurde gelacht, geredet und gefachsimpelt.

Eine Schachtel Zigaretten wird im vorübergehen gekauft, geraucht wird sie gedankenlos und der Nikotinsucht gehorchend. Pfeifenraucher (und -raucherinnen) sind sicher auch süchtig - doch nicht nur nach Nikotin: Sie sind in der Regel ausgeprägte Genussmenschen, pflegen und entwickeln eine eigene Kultur. In Ruhe wird ausgewählt und geprüft, interessante Pfeifen werden in der Hand gewogen und mit denen verglichen, die schon zu Hause liegen - Pfeifenraucher kultivieren ihre Vorlieben und pflegen vornehmlichen Geschmack. Jede oder jeder hat einen oder mehrere bevorzugte Händler - und sucht doch ständig nach interessanten Pfeifen und nach Gelegenheiten, sich über seine Erfahrungen austauschen zu können. Sie wollen neue Formen testen, Anregungen erhalten und sind nicht zuletzt interessiert, frische Kenntnisse über Pfeifen und Tabake, Marken und die Zweckmäßigkeit von Zubehör zu gewinnen.

"Warum also nicht eine in den USA schon verbreitete und erfolgreiche Idee nach Deutschland 'importieren'", sagte sich der Berliner Pfeifenmacher Nils Thomsen und organisierte mit dem Tabakskollegium Berlin die 1. Berliner Pipe-Show, keine Händler- sondern eine Verbrauchermesse, für Insider und Interessierte gleichermaßen.

Auch wenn sich die Beteiligten einen größeren Andrang gewünscht hätten - in Zeiten von Gesundheitsreform und gesunder Lebensweise scheint es nicht der "political correctness" entsprechend, solch Neues in und für die Stadt zu vermelden - Hunderte kamen, schauten, kauften, tauschten, redeten miteinander und manch einer versäumte den Beginn des Films, den er eigentlich im Kinopalast sehen wollte. Nicht zu vergessen: Ein großer Sack mit Pfeifen und Zubehör wurde während der Pipe-Show vom Tabakskollegium gesammelt, das sich damit an der "Weihnachtstafel für Obdachlose" am 22. September in Berlin beteiligen wird.

Die 1. Berliner Pipe-Show hat bewiesen: Pfeifenraucherkultur gibt es auch in Berlin, sie hat einen neuen Ort gefunden, sich zu entfalten.

Dirk von Kügelgen


© Tabakskollegium Berlin