Das Tabakskollegium Berlin

"Rheinbach 2008"

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kurze private Reflexionen zu "German Pipemakers And Friends 2008"

Anfang August 2008 machte ich mich wieder auf den Weg zu Achim Frank nach Rheinbach. Leider konnte ich wegen anderer Termine nur am Samstag dort sein.

In der Nacht zum Sonntag fuhr ich nach Niederaussem, um Kontakt mit Peter Heinrichs bezüglich der geplanten "Deutschen Meisterschaften im Pfeifelangsamrauchen" in Berlin aufzunehmen (Peter engagiert sich als Mensch und Händler für den Verband Deutscher Pfeifenraucher). Das führte übrigens in Rheinbacher Kreisen, die den "Verband Deutscher Pfeifenraucher" arrogant und typisch westlich ausschliesslich materiell interessengesteuert (wegen des Durchschnittsverdienstes der Mitglieder) nur als minderwertig betrachten ("nicht unsere Zielgruppe") und wegen gewisser Antipathien gegenüber dem Hause Heinrichs zur Unterstellung von "Verrätertum" meinerseits - was für ein kleingeschissenes Volk !

Danach ging`s am Montag ab ins Studio, wo zum Beispiel auch der Song "Meine kleine Kneipe" entstand.

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Für mich selbst war es der vorerst letzte Besuch in Rheinbach. Nach den unsäglichen Herabwürdigungen und mobbingähnlichen Aktivitäten in Bezug auf meinen Titel "Pfeifenmacher des Jahres 2007", die ich ein Jahr nach Rainer Barbi erhielt, wurde mir klar, dass ein grosser Teil dieser Scheisse in der provinziellen Nähe von Bonn und in einem Kaff im Norden zusammengekocht wurde. ("Ein Ossi Pfeifenmacher des Jahres ???? Nein, das geht denn doch zu weit ! Der soll sich freuen, dass er ÜBERHAUPT mitmachen darf !") Fuck.....

Darum lag unter dem Ehrenschild auch ein Beutel mit geschredderten 5-EURO-Scheinen im Gesamtwert von ca. 30000 EURO. Denn dass (wie behauptet) ich den Titel gekauft habe, muss ja materiell unterlegt werden. Sehen Sie, liebe Leser aus einschlägigen Newsgroups, der Laden funktioniert ganz einfach: Es kann nur mit 100-EURO-Scheinen bar bezahlt werden, das Wechselgeld kommt nach Gewicht aus dem Sack und muss nur noch in der Birthler-Beörde zusammengeklebt werden, die als Subunternehmer arbeitet und mir für jeden Auftrag Provision in Höhe des zusammengepuzzelten Geldbetrages zahlt, der dann wieder geschreddert in den Sack zurück kommt (denn ich lebe ja vom nichtausgezahlten Wechselgeld :-))) ). Wenn man das ein paar Monate macht, kann man sich den Titel leisten, ihr armen Schweine :-).

Allerdings könnte es ja sein, dass die deutschlandweite Stimmenabgabe auch die Arbeit in der Szene, im Tabakskollegium Berlin, dem "Ostdeutschen Pfeifenraucher-Verband", als stellv. Präs. des VDP und ein gewisses gesellschaftliches Engagement berücksichtigt hat, was in der engen Pseudowelt einiger derjenigen, die affektierte Definitionsprobleme ihrer selbst haben und dazu eben Hochpreispfeifen benötigen, nicht vorkommt.

Ich weise darauf hin, dass der Laden mein Lieblingskind ist, was zu einer ganz gemischten Klientel führt, denen ich eben in vielen Preisklassen eine NTP zur Verfügung stellen und vor allem DIREKT kommunizieren möchte. Ich mache darauf aufmerksam, dass wegen des Diebstahls 2004 die Optionen ohnehin begrenzt waren. Ich bin stolz darauf, mit geeigneter Strategie die Situation überlebt zu haben.... Ob Willi meine Pfeifen gefallen, interessiert mich in diesem Kontext einen Scheiss.

Insofern stellte ich klar, dass die im ZH mit meinem Titel aus einer Mischung von Neid, Arroganz sowie Vorurteilen und Ekel vor dem Osten stammende Bezeichnung "Spreewaldgurkenschnitzer" seine volle Berechtigung hat und schnitzte also an einer Riesengurke herum, um die in die Gläser (Bildmitte)) zu bekommen. Ausserdem hatte ich noch einige Geschmacksmuster dabei :-))).

Dann lagen da noch einige Seifen einer befreundeten Seifenmacherin herum. Die Seifenmacherin habe ich irgendwann mal kennengelernt und verkaufe einige ihrer Produkte im Laden, insofern ich die Aufregung gar nicht verstehen kann - ich bin halt "Seifenmacher", was kann ich dafür, wenn man in Rheinbach nicht lesen kann... Ausserdem ist die Seifengeschichte absolut verkaufsfördernd: Ich gebe dem werten pfeifeerwerbenden Herrn gern eine Seife als Giveaway mit nach Hause und er kann dann gegenüber der Haushaltskassenverwalterin behaupten: "Schau mal, Schatz, ich habe Dir eine sauteure Seife mitgebracht ! Und diese Pfeife gab's gratis dazu".... Klar ist, dass die besseren Hälften danach irgendwann den Laden aufsuchen, um das Spiel umgedreht zu spielen :-)

Übrigens arbeite ich im Sommer oft in irgendwelchen Zoo's und kümmere mich um die Zebras, deren Fellzeichnung häufig ausgeblichen ist wegen der Sommersonne. Ich ziehe die schwarzen Streifen nach, denn eigentlich und aus der Seele bin ich "Streifenmacher"... :-))))

Ein Gedichtband mit ein wenig Lyrik von mir (zugetackert, geht ja keinen was an :-)) ), ein paar Songs, ein handsigniertes Buch von Günter Grass sowie viele andere nette Dinge lagen auf dem Tisch herum, nur keine Pfeifen zunächst, denn dieses Handwerk beherrsche ich leider nicht mehr, seit ich "Pfeifenmacher des Jahres 2007" wurde und Achim auf der nachfolgenden Messe in Dortmund noch nicht einmal ein gequältes "Glückwunsch" rein formell herausbrachte...

Nun, die Polarisierung der Szene in "Gut" und "Böse" hat einen pseudowissenschaftlichen Ursprung: Rheinbach.

(Der eigentliche Ursprung des Ganzen liegt allerdings in grauer Vorzeit und hängt mit dem Streit zweier nunmehr älterer Herren zusammen)

Aus diesem Grunde (und weil es ständig unterfinanziert nur Internet-User anspricht, die zum Teil in ihrer schlecht materialisierten Pseudowichtigkeit nur mit 10 EURO und einer dauergerauchten und ständig vorgezeigten Estate-Dunhill anreisen) wird Rheinbach eingehen.

Man stelle sich vor, dass auf einen Pfeifenmacher / Aussteller ca. 2-3 Besucher kommen ( 30 Aussteller zu max. 70-100 Besuchern), von denen einige noch dazu oft und in Ermangelung der notwendigen Finanzen "nur ein bisschen quatschen" wollen....

In Bezug auf den Streit der älteren Herren: Ich werde versuchen, sie auszusöhnen..., was gelang. Leider führte das nicht zum Umdenken in Rheinbach in Richtung der Unterstützung von gut durchorganisierten und durchfinanzierten einvernehmlichen Veranstaltungen der Branche. Umgedacht wurde woanders.

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Welche Funktion haben eigentlich die in Rheinbach anwesenden unabhängigen Pfeifenmacher ?

Wenn man den Saal betritt, steht dort zunächst ein grosser Tisch, der mit Achim-Frank-Ladenpfeifen preisgesenkt belegt ist. Daneben stehen einige Pfeifenmacher, die vertraglich und per Marge an Achim gebunden sind. Um den Verkauf DIESER Pfeifen geht es.

Dazu braucht man noch ein paar kulturell tätige Statisten, die den Rahmen auflockern und möglichst gratis arbeiten. Die finanzkräftigen Besucher können dann bei Achim einkaufen und danach mit den verarmten Kulturschaffenden noch ein wenig plaudern, eine schöne und sehr preiswerte Dienstleistung, nicht wahr, im Rahmen dessen die Proleten auch noch in ihren Arbeitsplatz per Tischmiete selbst investieren, eine clevere Lösung...

Übrigens ist das Verhältnis bei Peters Events etwas anders: 5 Pfeifenmacher und 500 Gäste, eins zu hundert also, dafür wird dann über ihn abgerechnet, fair enough, denke ich... Das heisst im Übrigen auch, dass er besonders die anwesenden Aussteller promoted, denn er verdient daran besser als an den preiswerteren Produkten, die im Laden ja auch später noch verkauft werden können, Geben und Nehmen also, easy Game...

Nun gut, belassen wir es bei dieser Kurzanalyse. Mir persönlich ist von niemandem soviel materieller und ideeller Schaden zugefügt worden wie von Menschen aus diesem Umfeld (wenn wir den PolPräs. von Berlin mal ausser acht lassen). Es interessierte und interessiert mich zwar nicht weiter, aber gut zu wissen...

Dass ich dann noch so blöde war, mich danach für einen "Pfeifenmacherverband" engagieren zu lassen, nein wirklich... Sorry, Kollegen, da war ich Spätzünder in der Sache...

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Als Mecklenburger kann ich mit einer gewissen Art von Illoyalität nix anfangen, Achim, wozu auch der Song "Loyal" ganz gut passt.

"... ich find't Dich einfach ärgerlich....

Ich verlass' den Saal, denn Du bist nicht loyal.... "

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Ich verkaufte dann abgesprochenerweise von 15.00-16.00 Uhr für gutes Geld vorbestellte Pfeifen (die ich sonst verschickt hätte) und hatte schnell mein geplantes Umsatzziel ereicht, wozu es Rheinbachs aber nicht bedurft hätte. Danach verliess ich die Stätte frohgemut in Richtung Niederaussem, wohin ich ebenfalls eine Gurke grösseren Kalibers mitnahm, Peter hat sich fast gekugelt im Laden...:-)).

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PS: ich bekomme noch allerlei Bilder, der Beitrag wird nach und nach ergänzt...

Gruss NilsT

Bericht unter www.smokersnews.de

Achim Frank präsentierte die "German Pipemakers" in Rheinbach
Stars und Newcomer der Pfeifenszene im Fokus des Geschehens / Gubbels und Planta vertraten die Industrieseite
Pfeifenmacher unter sich(gz) Am vergangenen Wochenende fand die dritte Pfeifenmesse „German Pipemakers and Friends“ in Rheinbach bei Bonn statt. Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr konnte Veranstalter Achim Frank vom Rheinbacher Fachgeschäft Pfeifenstudio Frank in diesem Jahr keinen Besucheransturm verzeichnen. Gründe dafür dürften die stetig sinkende Kaufkraft in Deutschland und die zunehmende Zahl an regionalen Pfeifen-Shows in der Republik sein. An den Ausstellern kann das mangelnde Interesse nicht gelegen haben. Denn wie im vergangenen Jahr waren auch 2008 wieder Pfeifenmacher aus dem In- und Ausland anwesend, deren Werke bei Sammlern und Enthusiasten heiß begehrt sind. Es stellten aber auch wieder einige Freehander ihre Arbeiten aus, die die Szene noch nicht so sehr wahrgenommen hat.

Mit Rainer Barbi, Hans „Former“ Nielsen und Paolo Becker waren drei Stars der Pfeifenwelt in Rheinbach anwesend, deren Präziosen die ihnen gebührende Aufmerksamkeit erfuhren. Für reichlich Hallo sorgten abermals die Unikate des Saarländers Axel Reichert. Vor allem seine Stücke, die fern ab vom klassischen Pfeifendesign liegen, lieferten reichlich Diskussionsstoff unter den Besuchern.

Mit Radice war ein Urgestein der italienischen Pfeifenmacherei nach Rheinbach gekommen. Er hatte sogar eine kleine mobile Werkstatt im Gepäck und fertigte vor Ort einige Stücke. Aufsehenerregend waren auch die japanisch anmutenden asymmetrischen Freehands, die Frank Axmacher ausstellte. Erstmals auf der Rheinbacher Show anwesend war Eckart Stöhr, der seit fast zwanzig Jahren Freehands fertigt. Sein Tisch war gut besucht und er ein gefragter Gesprächspartner. Ähnlich erging es dem Österreicher Peter Matzhold, der auch zum ersten Mal in Rheinbach dabei war. Weniger glücklich mit ihrem Debüt dürften Joao Reis und Karsten Tarp sein. Ihre Arbeiten fanden bei weitem nicht die Beachtung, wie die Pfeifen von Jürgen Moritz und Heiner Nonnenbroich. Auch der Däne Kai Nielsen ging mit seinem Stand eher unter. Allerdings nutzte keiner von ihnen die Gelegenheit am Samstagabend mit den Übernachtungsgästen der Show ins Gespräch zu kommen.

Die Firma Gubbels rückte die Marke Hilson ins Zentrum ihrer Rheinbach-Präsentation. Vor allem die filterlose Vintage-Serie, die auf der „Inter-tabac 2007“ vorgestellt worden ist, und sich an der klassischen Formensprache der 1960er Jahre orientiert sowie aus Köpfen dieser Zeit gefertigt ist, kam bei den Besuchern der Show gut an, obwohl sie ja eigentlich der Unikate wegen gekommen waren.

Für den richtigen Tabak sorgte die Firma Planta mit ihrer reichhaltigen Tabakbar.

 

 





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