Das Tabakskollegium Berlin

Treffen am 28. Mai 2011

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Norddeutsche Meisterschaften in Bremen -

die "Bremer Pfeifenrunde" und ihre grandiosen Damen

 

Liebe Leser,

lassen Sie mich mit dem zweiten Teil der Überschrift beginnen: Gut, es gab den Anlass der Meisterschaft, Bremen und die Örtlichkeit des Presseklubs in der herrlichen Altstadt im Schnoor zu besuchen. Es gab eine Einladung dahin und es gab den Termin und alles das, ganz offiziell und alles im Rahmen ganz normaler freundschaftlicher Beziehungen der Klubs des VDP, als Gäste an den Meisterschaften teilzunehmen. Es gab die Bitte, etwas für die Preise der Gewinner beizusteuern und es gab einen kleinen Mailverkehr.

Jedoch weiss ich heute, einen Tag später, dass es dieses Anlasses nicht bedurft hätte, um im Kreise der freundlichen Menschen der Bremer Pfeifenrunde und des Norddeutschen Verbandes einige Stunden zu verbringen.

Eine der üblichen Fragen ist oft, ob sich die 400 Kilometer Fahrt hin und die 400 Kilometer Fahrt zurück gelohnt hätten, ob wir denn wenigstens gewonnen hätten, ob die Preise das aufgewogen hätten, ob ich ein paar Pfeifen verkauft hätte, ob sich das Musikmachen am Abend gelohnt hätte uswusf.....

Um es gleich vorwegzuschicken: Völlig unahängig von diesen ganzen Fragen würde ich den Besuch betrachten wollen: Wir waren wie immer höchstens im Mittelfeld der Plazierungen angesiedelt, es wurden wie immer nur eine Handvoll handgemachte Pfeifen verkauft, wir haben keinen Preis erhalten, es war kein Hochglanzpressereporter dort, es haben keine VIP-Gäste unsere Visitenkarten in Massen zum Verteilen geordert, nichts von allem ist geschehen.

Es ging so zu, wie es unter freundlichen Menschen zugehen sollte: Es spielte einfach keine Rolle, wer da was gewonnen oder verloren hat, ob man etwas vergleichen kann im Rahmen von Kosten-Nutzen-Relationen, nein, es hat sich nicht gelohnt in diesem Sinne.

Vielleicht aber ist es so: Gerade deshalb aber hat es sich gelohnt, ich komme später noch darauf zurück, das für mich und meine Tochter Wesentliche spielte sich völlig unabhängig davon und zum Teil erst NACH der Meisterschaft ab und war doch gleichzeitig Bestandteil des ganzen Wochenendes, weil nämlich diese Ereignisse während der und nach den Meisterschaften ein schönes warmes Licht auf alle diese Menschen werfen und dazu noch ausgestrahlt wurden von zwei grandiosen Damen im lebenserfahrenen und im SEHR lebenserfahrenen Alter. Maria und Brigitte, Dankeschön.

Wir alle, der Wismaraner Promi und die Berliner Bernd, Rike und Nils bedanken uns wirklich sehr herzlich für die freundliche Aufnahme bei Euch, die gute Vorbereitung und Organisation der Meisterschaften und all' die freundlichen Rahmenbedingungen, die wir zu unserer Freude vorfanden.

Danke auch für die gespendeten Pfeifen für die "Weihnachtstafe 2011" , die mir von Thorsten und Brigitte übergeben wurden....... Es werden sicher noch einige von Maria dazukommen...

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Kommen wir nun jedoch zum kurzen und bebilderten Bericht des Tages:

 

 

Rike strahlt, obwohl as frühe Aufstehen am Samstag nicht zu ihren Spezialitäten gehört. Ausserdem denkt sie vielleicht, dass der werte Vater sich hinsichtlich der Wettkampf-Zeiten rühmlich schlägt, aber wie immer zu früh gefreut, Tochter :-)) Immerhin fanden ihre Pfeifen freundliche Beachtung.

Überall schon Wettkampflaune und noch allgemeine Vorbereitungen

Kuchenbar und Küche wurden gern in Anspruch genommen.

Promi (li) wie immer in der Nähe der Theke :-)

Können diese Augen lügen ???

Kleine Ausstellung

Der spätere Meister (li) im Erfahrungsaustausch mit der Konkurrenz

Alles da, Kaffee, Tee und andere Getränke satt....

Sponsorenliste

Rike (Fotos) und Bernd mit Promi machen einen Stadtbummel (ich muss schuften, aber was tut man nicht alles :-) )... Bernd überlegt, ob er sich vielleicht DOCH ein Zöpfchen zur Ergänzung des Mützchens anschaffen sollte... Und ein paar bunte Klamotten.... :-)

Die engen Gassen des "Schnoor" (Schnurschmale Gassen)

Meditation vor dem Wettkampf

Viele Gastraucher unterwegs, die Promi aber ALLE besiegt hat :-))

Treppe zum Erfolg, Kerzen im Angebot, auf dass den Besuchern ein Licht aufgeht...

Promi überlegt, wieviel Geld er (li) abheben muss, um nicht im Bauwagen (re) schlafen zu müssen..

" Liebe Rike, schau', so ein fescher Hahn war ich auch mal !"

Im engen Gässchen darf noch geraucht werden bei der schreibenden Zunft

Und nun geht es los, die Plätze sind eingenommen und die Wettkämpfer sind gespannt

Bernd am Tisch mit der späteren Meisterin, hat aber nix genützt :-))

Ich gramgebeugt, dafür die jüngste Teilnahmerin am Tisch (mi, mit Zöpfchen)

Promi todernst, Mann, Du bist doch der einzige mit Chancen !

Die Pokale, die leider NIE nach Berlin gehen, darum Erinnerungsfoto, dass wir wenigstens in der Nähe waren :-))

Zeitnahme perfekt, Oberschiedsrichter Thorsten in seinem Element

Ansprache und Begrüssung mit vielen humorvollen Details aus der Tradition der Stadt Bremen

Der Chef der "Scandinavian Tobacco Group" Deutschland (Hauptsponsor) begrüsst ebenfalls die Gäste

Im Übrigen sponsorte die Firma eine wirklich schöne Dunhill als ersten Preis.

Startschuss und...

...Feuer frei !

Sieger bei den Gästen: Don Promillo (Rainer Hartung / TK Wismar)

Unser Süss-Spatz erhält die Reste der Cherry-Tabakherstellung, die Kerne nämlich, in Form eines kirschkerngefüllten Kissens, auf das er sein Haupt legen kann zur Haarwurzel-Tiefenmassage....

3. Platz Damen: Irene Karsten 0:57:20 Warstade

2. Platz Damen: Marita Beckmann 1:10:15 Westersode

1. Platz Damen: Ännchen Niemann 1:10:52 Neuengamme

Die "Dame in Grün" : Brigitte Bokelmann, eine der grandiosen Damen, die wir etwas näher kennenlernten

3. Platz Herren Benjamin Buhr 1:05:46 Ofenerfeld

2. Platz Herren: Klaus Ludanek 1:08:05 Neuengamme

1. Platz Herren: Matthias Schmietenknop 1:16:28 Ofenerfeld

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Mannschaftswertung

Platz 1 bei den Herren: Pfeifenklub Einigkeit Ofenerfeld 2:56:19

Platz 1 bei den Damen: Rauch-Club Westersode 2:43:04

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Abends machten wir dann noch ein bisschen Musike im Klub

Harp & Slide

Promi schäkert IMMER !!! :-)

Nun, es waren wie gesagt wirklich herzliche Stunden in Bremen, alles war so, wie wie wir es uns gewünscht hatten (bis auf unsere Zeiten, aber das ist eine andere Sache und wird VERSCHWIEGEN)

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Kommen wir nun zu den bereits genannten grandiosen Damen des traditionsreichen Vereins der Tabak- und Pfeifenfreunde aus Bremen, der "Bremer Pfeifenrunde"

Leider lernten wir persönlich und etwas intensiver nur zwei der anwesenden und in der Vorbereitung und beim Kuchenbacken und sonstwo mithelfenden Frauen kennen, jedoch diese beiden haben es in sich :-)

 

Als wir fragten, wie die Unterbringung organisiert sei, erhielten wir kurz und bündig die Antwort: "Ihr vier Leutchen schlaft bei Maria", und fertig war die Laube. Am späten Abend wurden wir dann Navi- und persönlich geleitet dort empfangen. Wenn man nun aber denkt, dass wir sofort nach freundlichem Smalltalk ins Bett geschickt worden wären, nein, weit gefehlt: Maria hatte am Freitag alle Märkte der Umgebung unsicher gemacht, um die Verpflegung der Landsleute aus Wismar und Berlin sicherzustellen. Zu der Verköstigung gehörte ausserdem ein "Weinsch'n" und auch eine kleine Tabakreserve in Zigarettenform, falls die lieben Gäste mal wieder vergesslich sein sollten.... Das angenehme Geplauder unserer Runde unter Leitung von Maria entwickelte sich dann zu einem lebhaften Austausch von Gedanken, in dem es natürlich auch um Pfeifen, Tabak und Langsamrauchen ging, aber eigentlich um viel mehr. Also wurde es ein längerer und sehr warmer Abend im Hause etwas ausserhalb von Bremen, ruhig und fast auf dem Lande. Wir stellten fest, dass Maria anscheinend von vielen Dingen ein wenig Ahnung hat, denn unsere Zimmer waren zum Teil durch sie selbst ausgedacht und ausgebaut worden. Ausser uns war u.a. noch ein alter Kater zugegen, der es Rike natürlich sofort angetan hatte, die beiden waren bis zur Nachtruhe unzertrennlich....Nun, in diesen liebenswerten vier Wänden fanden wir natürlich schnell unsere Ruhe und schliefen tief und fest bis zum Glockenschlag. Dann gab es Frühstück, vom kulinarischen Angebot könnte sich so manches Hotel eine Scheibe abschneiden... Danach wurde Promi zu seinem Auto in der Innenstadt gebracht, eine weitere Service-Höchstleistung der Gastgeberin. Liebe Maria, recht herzlichen Dank dafür und auf ein Wiedersehen, vielleicht ja bald in Berlin...

 

Am späten Vormittag stand dann ein Besuch bei Brigitte an, die mit ihren 80 Jahren frisch die Treppe hinunterhüpfte und mir eine Sack mit Pfeifen für die Obdachlosentafel übergab und noch einiges mehr, wofür ich danke. Brigitte bat dann nach oben in die gute Stube und schon wieder waren wir mehr als überrascht: Eine schöne Suppe stand auf dem Tisch, ganz originale Hochzeitssuppe mit Fleischbällchen und Eierstich und der entspechenden geschichtlichen Einführung zur Herkunft des Rezeptes... Danach gab's Kaffee und dann sehr schöne Geschichten aus dem Leben einer standhaften und lebensklugen Frau von Achtzig Jahren, die zu den Gründungsmitgliedern der Bremer Pfeifenrunde gehört und bis heute einen grossen Anteil am Leben dieses Vereins hat und auch am Leben der Mitglieder, deren Familien und darüber hinaus nimmt. Ehrlich gesagt war ich sehr froh, dass auch meine Tochter ganz im Original mit diesen Geschichten bekannt wurde, die ja nun nur einen kleinen Anteil aus dem langen Leben von Brigitte beleuchtet haben, das 1931 in Danzig und Umgebung begann und über viele unfriedliche und friedliche Stationen nun in Bremen verläuft. Es muss einfach zu einem Besuch in Berlin in den Reihen unseres Tabakskollegium kommen, diese Geschichten im Rahmen der Lebensgeschichte der Tabakfreundin Brigitte MÜSSEN erzählt und gehört werden, ausserdem reihen sie sich ganz vortrefflich in die derzeitigen Gespräche des TKB über den Wert "ERFAHRUNGSWERT" ein....

 

Tja, liebe Leser, es war ein Aufenthalt unter freundlichen Menschen in Wettkampflaune und es war ein Aufenthalt unter freundlichen Menschen völlig ausserhalb dessen. Beide Seiten der Bekanntschaft haben eien guten und schönen Eindruck hinterlassen.

Die ganze Sache passte gut zu uns und dem Tabakskollegium Berlin:

Es ging halt nicht um Tabak und Pfeifen, aber Tabak und Pfeifen waren der passende und sehr, sehr angenehme Rahmen für das Treffen offener und miteinander redender und singender Menschen...

 

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Kommen wir also nochmals zu der Frage (die ich nicht mehr hören kann), ob es sich denn "gelohnt hat":

Zu Gast bei solchen Menschen zu sein, das LOHNT SICH IMMER....

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Glückwunsch an die Siegerinnen und Sieger und nochmals vielen Dank

Rike und Nils Thomsen und TKB, sicher auch im Namen von Promi aus Wismar.

 

 

 

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Meinungen zum Wochenende in Bremen:

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Lieber Nils!


Habe soeben den Bericht gelesen und stimme in allen Punkten zu.

LG Promi

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